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Asylon – Thomas Elbel

Ausgestellt am 29. Mai 2013 vom in Thriller
4.5(90%) 2 votes

Handlung

In einer postapokalyptischen Zukunft ist die Stadt Asylon die letzte Bastion der zivilisierten Menschheit. Während außerhalb der Stadt nur noch wüstes Ödland und hungernde Heerscharen herrschen, leben die letzten überlebenden Menschen in Asylon selbst unter bisweilen untragbaren Zuständen. Eine handlungsfähige Regierung gibt es schon lange nicht mehr, die wahre Macht haben die verschiedenen Clans unter sich aufgeteilt, nur eine Spezialeinheit des Gouverneurs wacht noch über ein Gleichgewicht und verhindert dadurch Schlimmeres. Doch neben den internen Querelen gilt es auch die äußere Grenze, ein Bollwerk aus Beton und Minenfeldern gegen die Eindringlinge zu schützen.

Torn, Mitglied dieser Spezialeinheit, findet die Leiche einer Frau im äußeren Minenfeld. Angesichts der hungernden Überlebenden in der Wüste, welche immer wieder in die Stadt einzudringen versuchen, erscheint dieser Leichenfund nicht weiter verwunderlich. Als Torn jedoch feststellt, dass die Frau nicht auf dem Weg in die Stadt war, sondern vielmehr versuchte aus dieser hinaus zu gelangen, versucht er Licht ins Dunkel zu bringen. Und schnell wird klar, es ist hier nichts so wie es scheint. Torn ist einem dunklen Geheimnis auf der Spur, ein Geheimnis das die gesamte Stadt ins Wanken bringen wird.

Fazit

Dem Leser wird hier eine Geschichte vermittelt, die von Beginn an sehr düster ist. Die Menschen in Asylon sind die letzten ihrer Rasse, doch von Zivilisation kann hier keine Rede sein. Jeder scheint sich selbst der Nächste, Brutalität und Egoismus gehören zur Tagesordnung. Entsprechend realistisch fällt auch die Darstellung der beteiligten Charaktere aus. Hier gibt es das klassische Bild von Gut und Böse nicht. Der Protagonist Torn scheint zwar zu den „besseren Gesellen“ zu gehören, ist aber alles andere als die Unschuld vom Lande. Es gelingt dem Autor nahezu perfekt, die sonst übliche Heldenverehrung zu vermeiden und die düstere Zukunftsprognose aufrecht zu erhalten.

Spannend ist diese Lektüre in jedem Fall, weshalb 4,5 Sterne vollkommen angemessen erscheinen. Es hätten auch 5 Sterne werden können, wenn das Rätsels nicht etwas zu früh in der Story gelüftet worden wäre. Zwar verliert die Geschichte dadurch nicht ihren Reiz, der Überraschungseffekt wäre am Ende jedoch sicher noch besser zur Geltung gekommen.


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Asylon
von Thomas Elbel – Piper Verlag (2011)
ISBN: 978-3492267922
Taschenbuch – 448 Seiten

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