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Experiment Mensch – Daniel Knop

Ausgestellt am 17. November 2011 vom in Gesellschaft
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Handlung

Der Mensch steuert unweigerlich auf die Katastrophe zu, denn Überbevölkerung, fehlende Regulatoren und mangelnde Ressourcen werden ein Leben in den uns bekannten Rahmenbedingungen unmöglich machen. Nach nunmehr 7 Milliarden Erdbewohnern kann man unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass die Problematik der Überbevölkerung von Menschenhand gemacht ist. Sie ist die Folge unserer Kultur, unseres Handelns, unserer medizinischer und technischer Fortschritte. Immerhin entstand vor über 200.000 Jahren der erste „vernunftbegabte“ Mensch (Homo Sapiens), sesshaft wurde der Mensch jedoch erst vor ca. 10.000 Jahren. Zu dieser Zeit lebten schätzungsweise 10 Millionen Menschen. Im Jahr 1804 wurde zum ersten Mal die Milliardengrenze überschritten, nur 123 Jahre später wurde diese Zahl verdoppelt (2 Milliarden Erdenbürger). Lediglich 47 Jahre später fand die nächste Verdoppelung statt, etwa im Jahr 2025 wird das Überschreiten der Grenze von 8 Milliarden Menschen erwartet.
Doch während die Weltbevölkerung wächst, werden Nahrungsressourcen und Rohstoffe immer knapper, wir befinden uns also im Prozess der Selbstverdrängung und machen uns selbst überflüssig. Das Ende naht, unweigerlich und unausweichlich. Man kann es nicht verhindern, lediglich heraus zögern.

Fazit

Der Autor beschreibt auf drastische Weise, welchen Werdegang die gesamte Menschheit zu erwarten hat. Auch wenn man selbst zu Beginn des Buches neutral an die Thematik heran geht, wird man von Seite zu Seite zunehmend begreifen, welche Auswirkungen all unser Handeln in der Vergangenheit und auch der Zukunft haben wird. Beginnend wird anhand von Beispielen aus der Tier- und Pflanzenwert verdeutlicht, welche Mechanismen die jeweilige Artenvielfalt steuern. Jedes Lebewesen hat seine eigenen Regulatoren, die vor einer übermäßigen Vermehrung schützen. Dieser Schutz dient im Übrigen auch zur Erhaltung der jeweiligen Art. Bei übermäßiger Vermehrung werden Nahrungsreserven und Lebensraum knapp, nur durch den Eingriff der Natur wird eine Schieflage der jeweiligen Population verhindert.
Doch der Mensch ist anders, er hat Kultur, Technik und Wissen entwickelt und sich dadurch vieler natürlicher Feinde entledigt. Wohlstand und Bequemlichkeit sorgt für eine längere Lebenserwartung, besiegte Krankheiten und Medikamente tun ihr übriges. Dennoch findet die größte Bevölkerungszunahme in den armen Regionen dieser Welt statt, ein Problem was auch die Industrienationen zu spüren bekommen werden.

Die jeweiligen Quervergleiche zur Evolution und der Tierwelt sorgen dafür, dass auch dem unwissenden Leser die Problematik näher gebracht wird. Mit der jeweiligen Argumentation wird einem jegliche Blauäugigkeit und Naivität genommen. Auch wenn es sich hierbei um ein gesellschaftskritisches Sachbuch handelt, schafft man es kaum, es vorzeitig aus der Hand zu legen. Man taucht ein in die Geschichte und Systematik der Evolution und erkennt die gravierenden Fehler, die durch Menschen gemacht wurden und auch weiterhin gemacht werden. Absolut lesenswert, anders kann man dieses Buch nicht beschreiben.

>>>Hier gehts zum Buch – Experiment Mensch: Wird der Sieger über Seuchen und Säbelzahntiger zum Opfer der Überbevölkerung?<<<

Experiment Mensch
Von Daniel Knop – Natur und Tier – Verlag GmbH (2011)
ISBN – 978-3-86659-169-1
Gebundene Ausgabe – 264 Seiten

Buchempfehlungen:

  • Kein Buch dieses Genres vorhanden
 
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1 Comment  comments 

Ein Antwort

  1. Beatrix Alfs

    Ich kann mich dem nur anschließen, dass dem Leser jegliche Blauäugigkeit genommen wird. Der Autor setzt sich sehr kritisch mit den unteschiedlichsten Themen auseinander und hält sich auch mit Kritik nicht zurück. Allerdings ist vieles für den Laien zumindest auf den ersten Blick bzw. ohne Vorkenntnisse schwer zu verstehen.

© buch-rezension.eu (2011)