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Māori-Neuseelands verborgener Schatz – Claudia Edelmann

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Handlung

Die meisten Menschen verbinden mit Neuseeland ausschließlich schöne Landschaften und endlose Sandstrände. Doch das „Land der langen weißen Wolke“ ist mehr als das. Es ist in erster Linie das Land der Māori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands. Doch wie viele Neuseelandreisende haben tatsächlich die Möglichkeit, die Māori kennenzulernen und sich intensiv mit ihrer Kultur zu beschäftigen?
Die Autorin Claudia Edelmann hat sieben Monate bei den Māori verbracht. Ihre Eindrücke und Erfahrungen im Umgang mit diesen Menschen und ihrer Kultur schildert sie anschaulich in ihrem Buch „Māori-Neuseelands verborgener Schatz“.

Fast zwei Jahrzehnte hat die Autorin Neuseeland immer wieder bereist, doch zu keiner Zeit kam es zu einem persönlichen Kontakt mit der indigenen Bevölkerung. Ihre Motivation, sich nach all den Jahren mit den Māori auseinanderzusetzen, beschreibt Claudia Edelmann wie folgt: „Doch wie konnte ich behaupten ein Land zu kennen, wenn ich keinen seiner indigenen Bewohner kannte? Wie konnte ich behaupten ein Land zu lieben, wenn ich seine indigenen Bewohner nicht liebte? Doch bevor ich diese Menschen lieben konnte, musste ich sie kennenlernen.“ (Seite 20)

Tief beeindruckt zeigt sich die Autorin von den Māori, die sich durch enge Familienbande, eine ausgeprägte Spiritualität, und tiefen Respekt vor der Natur auszeichnen.

Auf ihrem Streifzug durch die Kultur der Māori nimmt Claudia Edelmann den Leser mit, lässt ihn teilhaben an ihren Entdeckungen. Durch den aktiven Dialog mit den Einheimischen bringt die Autorin dem Leser die Kultur der Māori näher, hilft ihm so, ihr Schicksal zu verstehen, das von jahrzehntelanger Unterdrückung durch die Briten geprägt ist. Kritisch analysiert die Autorin das in der Vergangenheit Geschehene und beschreibt dessen tiefgreifende Auswirkung auf das persönliche Leben dieser Menschen, die sich in Form von Identitätsverlust und Resignation äußerte.

„Während meiner Gespräche mit den Māori stellte ich fest, dass vor allem die ältere Generation noch immer darunter leidet, in das Korsett der europäischen Kultur hineingezwängt worden zu sein. Ein Korsett, das sie einschnürte und beschnitt und das ihnen weder heute noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts passte, als die ersten Siedler ins Land kamen.“ (Seite 30)

Fazit

Die verschiedenen Kapitel gewähren Einsicht in die Geschichte, Kunst, Naturmedizin, Sprache, Glaubenswelt und die heutige Lebensweise der Māori. Neben Kurzbiographien und Rezepten aus der Māori-Küche findet sich in dem Buch auch ein Glossar, in dem wichtige Begriffe aus der Maori-Sprache erklärt sind.

Durch die vielen Farbfotos weckt das Buch die Sehnsucht des Lesers, in das Land der Māori zu reisen, dessen Naturschönheiten zu bestaunen und den Kontakt mit seiner indigenen Bevölkerung zu suchen. Das Buch erzeugt Zuneigung und Verbundenheit zum Land, doch vor allem lässt es die Māori zu Vertrauten und Freunden werden.

Das Buch wurde in Deutsch und Englisch geschrieben. Die Kurzbiographien, die von den Māori selbst verfasst wurden, wurden außerdem in die Māori-Sprache übersetzt.

Am Ende der Lektüre kann der Leser nicht anders als sich der Autorin anzuschließen, die die Māori als „Neuseelands verborgenen Schatz“ bezeichnet. Ein Schatz, der sich von jedem finden lässt, der nach ihm sucht.


>>>Portofrei zum Buch – Maori – Neuseelands verborgener Schatz<<<


Māori-Neuseelands verborgener Schatz
Von Claudia Edelmann – Wolfram Kühnert Verlag 2011
ISBN 978-3-9813220-1-9
Gebundene Ausgabe, 160 Seiten

Vielen Dank an Susanne Heinrich für diese Rezension

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